Essstörungen

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Essstörungen

Die häufigsten Formen einer Eßstörung

Klassische Eßstörungen:

Die „klassische“ Magersucht.
Selbstherbeigeführter Gewichtsverlust
BMI < 17,5
Körperschemastörung
gestörter Hormonhaushalt

Details zur Magersucht

Ein oder mehrere Eßanfälle pro Woche mit anschließenden Gegenmaßnahmen in einem Zeitraum von midestens drei Monaten.

Details zu Bulimie

Ein oder mehrere Eßanfälle pro Woche ohne anschließende Gegenmaßnahmen in einem Zeitraum von midestens drei Monaten.

Details zur BED

 

Nicht einschlafen können, ohne etwas gegessen zu haben. Führt zur Aufnahme großer Nahrungsmengen spätabends oder nachts.

Gefühl, zu viel gegessen zu haben und Erbrechen nach dem Essen oder Einnahme von Abführmitteln, obwohl real nur normale Mengen verzehrt werden.

Essen von eigentlich ungenießbaren Dingen wie Holz, Papier etc.

Unfreiwilliges Hochwürgen und Wiederkäuen oder Ausspucken bereits geschluckter Speisen.

Im Kindesalter auftretende Verweigerung des Essens oder starke Einschränkung der Nahrungsaufnahme mit konsekutiver Mangelernährung und Gedeihungsstörung.

„Nicht anderweitig spezifiziere Essstörungen“
Phasenweises Auftreten von Symptomen einer klassischen Eßstörung, ohne daß alle Kriterien zur Diagnose einer dieser Krankheitsbilder vollständig erfüllt sind.

Pathologische Fixierung auf vermeintlich gesunde Ernährung. Ein Krankheitswert ergibt sich dann, wenn die ständige gedankliche Beschäftigung mit dem „richtigen“ Essen mit den normalen Alltagsaktivitäten nicht mehr vereinbar ist.

Gemeinsame Merkmale von Eßstörungen:

betroffene Themenfelder

  • Selbstwert
  • Abgrenzung
  • Ablösung
  • Macht

mitverursachende Faktoren:

Vermutlich bedarf es mehrerer Faktoren, die zur einer Eßstörung prädisponieren.

Zwillingsstudien weisen auf eine ausgeprägte genetische Komponente unter Beteiligung mehrerer Gene hin.

Familiäre Beziehungen und Strukturen nehmen sicher Einfluß auf den Verlauf einer Eßstörung. Auch auslösende Faktoren können sich durchaus im faliären setting finden. 

Die maßgebliche Beteiligung familiärer Faktoren an der Entstehung einer Eßstörung wird heute jedoch eher verneint, zumindest aber ist sie bisher methodisch nicht einwandfrei nachzuweisen.

  • mangelnder Selbstwert
  • dysfunktionale Kognition

Die sozialen Medien mit Förderung der Selbstinszenierung und der Fokusierung auf vermeintliche Gesundheitsthemen wirken maßgeblich sowohl an der Enstehung als auch an der Aufrechterhaltung von zahlreichen psychischen Störungen mit – allen voran den Eßstörungen. Sie sind derzeit als die größte Gefahrenquelle gerade für Adoleszente einzustufen, was von den Verantwortlichen und von allen Eltern so nicht mehr hingenommen werden darf!

krankheitsauslösende Faktoren:

Erst durch auslösende Faktoren, kommt es bei einer bestehenden erblichen Disposition zur Manifestation einer Eßstörung.

Trennung von einem geliebten Menschen o. Tier durch Tod o. Trennung; Umzug; Arbeitsplatzwechsel…

Hormonelle Umstellungsphasen:

  • Pubertät/Adoleszenz
  • Schwangerschaft
  • Wochenbett
  • Klimakterium
  • krisenhafte Über- o. Unterfunktion der Schilddrüse

schwere körperliche o. psychische Erkrankung oder Rekonvaleszenz

Die staatlich auferlegte soziale Isolation, lange Homeschooling-Phasen, Maskierung und ständige Angsterzeugung über die Medien haben die Zahlen an neu auftretenden Eßstörungen mindestens verdreifacht, die der Rückfälle teilweise verneunfacht! Viele der Betroffenen bekommen derzeit keinen adäquaten Therapieplatz.
Das heißt bei einer Letalität der Eßstörungen von 10 – 15% wurden und werden zahlreiche Kinder und Jugendliche durch die Skrupellosigkeit der Pandemiepolitik und die Ignoranz der Medien direkt in den Tod getrieben, ohne das dies die Verantwortlichen zum Handeln bewogen hätte!

(hinweisende) Begleiterscheinungen:

  • Gereiztheit
  • sozialer Rückzug
  • Leistungsabfall
  • plötzliche auffallende Konzentration auf Schule o. Beruf

Eine Eßstörung ist heilbar!

Therapieziele bei allen Eßstörungen:

Wichtig ist eine parallele Arbeit an Symptomen und Gewicht einerseits und den Auslösern und Pathomechanismen andererseits!

  • Normalisierung des Gewichts
  • Normalisierung und Festigung des Eßverhaltens
  • Normalisierung der Körperwahrnehmung
  • Planung und Umsetzung einer bedarfs- und bedürfnisgerechten Ernährung
  • Bearbeitung der Entstehungsbedingungen
  • Behandlung begleitender körperlicher Symptome
  • Behandlung begleitender psychischer Störungen
  • Stärkung des Selbstwerts
  • Vermittlung Streßbewältigungskometenz
  • Erlernen von Möglichkeiten zur Emotionsbewältigung
  • Förderung sozialer Kompetenzen
  • Wiedereingliederung in Familien-, Schil- bzw. Berufsleben
  • Rückfallprophylaxe
  • Umgang mit Rückfällen

Zur Erreichung aller Therapieziele ist ein interdisziplinäres Team entsprechend kompetenter und vernetzter Therapeuten unabdingbar. Nur so kann eine vollständige Heilung in Aussicht gestellt werden.

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